Pulled Pork @ home …

Fleisch mit Rub

Pulled Pork ist eine amerikanische Art Fleisch sooooo langsam zuzubereiten, dass es nach der Garzeit förmlich zerfällt. Ich war natürlich skeptisch, ob mir das schmeckt, wenn Fleisch so lange im Ofen ist und ob es mir gelingt, denn eigentlich wird das Fleisch mit indirekter Hitze in einem „Smoker“ (im geschlossenen Grill, aber nicht direkt über der Glut) zubereitet. Ich habe es seit Januar drei mal ausprobiert und es wurde immer besser. Auch wenn es toll zu Klößen und Rotkraut geschmeckt hat, war für mich die Variante als Burger mit Spargel und Spargel/ Erdbeersalt mit Himbeervinaigrette der Knaller – viel Spaß und nehmt was zu lesen mit in die Küche, ihr habt viiiiiel Zeit 🙂

Zutaten

  • 1 kg Schweinenacken – schulter, – rücken
  • 2 Knoblauchzehen, grob geschnitten
  • 1 Zwiebel, in Scheiben
  • Rub (Gewürzmischung)
  • 2 Teelöffel (TL) Paprika, edelsüß
  • 2 TL Kümmel
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Salbei
  • 1 TL Estragon
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • ½ TL Pfeffer
  • ½ TL Zimt
  • Barbecue Sauce
  • 1 kleine Dose Tomatenstücke
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 1 Stück Ingwer, daumengroß, kleingehackt
  • 60 g Honig
  • 35 g Senf
  • 75 ml Orangensaft

Pulled Pork

Zubereitung

Das Fleisch kurz unter kaltem Wasser abspülen, trocken tupfen und eventuelle Sehnen entfernen (parieren).

Die Gewürze in einem Mörser gut zermalen und das Fleisch damit trocken einreiben. Anschließend in einer Vorratsdose über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Das Fleisch 2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen (sonst wird es zäh), mit Zwiebeln und Knoblauch bedecken und in eine doppelte Lage Alufolie einwickeln, mit dem Verschluss nach oben, sonst läuft der Bratensaft aus.

2 Stunden bevor das pulled Pork fertig ist, die Zutaten (beim Ingwer die Haut mit einem Löffel abkratzen) für die Sauce in einen Topf geben und bei mittlerer Temperatur etwa 30 Minuten köcheln lassen, anschließen zum Auskühlen von der Herdplatte ziehen.

Für den Spargel/ Erdbeerensalat habe ich den grünen Spargel (400 g) grob geschnitten und in Butterschmalz für 5-7 Minuten bei mittlerer Hitze angebraten und zum Schluss mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker gewürzt und mit Zitronensaft abgelöscht. Die kleingeschnittenen Erdbeeren (200 g) in der Himbeervinaigrette ziehen lassen und 6-7 Basilikumblätter hineinschneiden.

Ein paar leckere Pommes machen die Sache rund 😉

Das Rezept der Himbeervinaigrette findet ihr hier!

Für den Burger benötigt ihr noch Fleischtomaten, Burgerbrötchen (vorher im Ofen anbacken), Romanosalat und eine Zwiebel, die ich vorher immer in Scheiben anröste.

Backen

Das Fleisch auf einen Rost legen, mittlere Schiene mit einem Stahlbackblech darunter, auf das alle 60 – 90 Minuten ½ Liter Wasser gegossen wird, wenn die Flüssigkeit verdampft ist. Der Ofen wird auf 120 Grad vorgeheizt mit Ober- und Unterhitze (Umluft 100). Die Garzeit beträgt 6-7 Stunden plus ½ Stunde Ruhezeit im ausgeschalteten Ofen. Profis gehen mit der Temperatur nie über 100 Grad, sodass sich der Garvorgang um eine Stunde verlängert!

PP Burger Menue

Tipps

  • Machen Sie daraus ein klassisches Essen mit Klößen und Rotkohl – schmeckt himmlisch!
  • Wer ein Fleischthermometer hat, kann den Ofen ausschalten, wenn die Kerntemperatur 90 Grad erreicht hat.
  • Das Fleisch kann auch in einem Smoker (Grill ohne direkte Hitze) für etwa 10 – 12 Stunden bei konstant 90 Grad gegrillt werden (nur für Könner mit Stehvermögen).

Spargelsalat

Bleibt alle schön lecker, Arno …

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22 Kommentare Gib deinen ab

  1. mad4cook sagt:

    Jetzt musste ich mir natürlich dein leckeres Pulled Pork angucken. Ich werde zwar weiter bei meiner Schnellkochtopfvariante bleiben weil keine Geduld habe und zu faul (oder effektiv, ja effektiv klingt besser 😛 ) für die langsame Variante bin.
    Aber deine Gewürze usw. werde ich mir mal abgucken und testen 😉
    Spargel auf dem Burger, das wird definitiv getestet 🙂

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    1. Lach, ja grünen Spargel kann ich unbedingt empfehlen und lange dauert es ja nicht mehr 😉

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  2. Ich benutze immer die geräucherte spanische Paprika Variante, für mich persönlich der beste Begleiter zu Schweinefleisch.
    Allerdings werde ich deine Variante bestimmt auch testen!

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    1. Das klingt total lecker. Ich wandle fast jedesmal meine Rezepte bei der Zubereitung ab, manchmal so stark, dass etwas Neues entsteht 🙂

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  3. Sieht fein aus!
    Liebste Grüße, Sina

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    1. Guten Morgen Sina, dankeschön 🙂

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  4. Arabella sagt:

    Guten Morgen lieber Arno,

    den Beitrag muss ich vorerst geheim halten, sonst muss der Gärtnergatte das am Wochenende haben!
    Eine feine Iddee, vor allem im Burger. Sobald die Grillsaison beginnt und wir wieder draußen essen, gibt es dieses feine Gericht.

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    1. Guten Morgen liebste Arabella, diese Art von Geheimhaltung dient dem Gärtnergatten und dir ja zur Genusssteigerung und ist somit prima. Dir wünsche ich weiterhin beste Genesung 🙂

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      1. Arabella sagt:

        😂 schön gesagt lieber Ritter von Rosen.

        Danke, es wird deutlich besser.:-)

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  5. Antje sagt:

    Unglaublich lecker!!! Dieses Tier ist mit sicherheit nicht umsonst gestorben. Es war bestimmt ein Hochgenuss. Besonders mit der Marinade und Deiner Sauce. Genial!!!

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    1. Liebe leckere Antje, ich habe vor jedem Tier Respekt und sehe zu, dass dieses nicht unwürdig behandelt wurde, bevor es bei mir in der Küche landet. So sind die meisten Zutaten, so weit möglich Bio, aber ich bin kein Glaubensverbreiter, ich gehe nur meinen kleinen eigenen Weg, der zugegebener Weise meistens lecker ist 😉

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      1. Antje sagt:

        Oh ja das ist er. Ich liebe Deine Rezepte und die wunderschönen Fotos von Deinen Gerichten, lieber Arno!

        Und jetzt aufgepasst: „Unser“ Double!
        https://antjemauch.wordpress.com/2016/04/11/🍋-lemon-curd-nicht-zu-suess-🍋/

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      2. Danke für deinen schönen Link Antje, dabei ist mir glatt aufgefallen, dass Lemon Curd auch zu einem saftigen Burger passt 🙂

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  6. Sieht nach schmatz – Jungkochmässig – aus. LG, Bernhard

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    1. Guten Morgen lieber Bernhard, danke für den Jungkoch, aber es sind nur Rezepte eines schlichten Gebießers 😉

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      1. Es ist erst Wochenbeginn, da darfst du von meinem Hirn noch nicht’s klügeres erwarten.

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      2. Das war doch ein schönes Kompliment, dein Hirn arbeitet also schon fast perfekt für Montags 😀

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