Mandeltorrone

kopie-von-p1210987Ich geb’es am besten gleich zu.Dieses Rezept ist nichts für Menschen, die sich schon angestrengt fühlen, wenn sie in einer Hand die Fernbedienung halten und mit der anderen die Bonbonpackung zum Mund führen, um diese mit den Zähnen aufzubeißen. Für die anderen unter euch sag ich nur – monsterlecker! Das Rezept habe ich vom Blog „Frankfurter Kochbuchrezensentin“ und dort habe ich auch gleich etwas über die 500 jährige Tradition dieser italienischen Leckerei erfahren. So etwas gefällt mir und ich habe dieses Rezept ausgewählt, um die Redakteure auf der Buchmesse nicht nur mit Bildern zu überzeugen, euren tollen Kommentaren und meinen Rezepten, sondern sie sollen direkt vor Ort etwas Köstliches von mir zu naschen bekommen 🙂 Natürlich konnte ich auch dieses Mal nicht einfach etwas nachkochen, denn ich habe mein eigenes Rezept dazu entwickelt, sozusagen als Gegentest zum italienischen Original „Mandolarto“. Klar, wenn ich schon so lange am Herd stehe, kann ich auch gleich zwei Sorten machen, immerhin gilt es ja 500 Jahre Zuckerbäckerei an einem Abend auszugleichen. Den Geschmackstest überlasse ich euch und den Redakteuren. Und damit ihr weniger Zeit in der Kochstube verbringen müsst, findet ihr wie immer die nützlichen Tipps am Ende des Beitrages – viel Spaß 🙂

Zutaten

200 g Mandeln, ungeschält
150 g Zucker
1 Vanilleschote, ausgekratzt
100 g Honig
2 Eiweiße
½ Teelöffel Zimt
4 Oblaten, 20 x 12 Zentimeter

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Zubereitung

Zunächst die Mandeln in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Nach etwa 5 Minuten lassen sich die Häutchen einfach entfernen. (zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und aus der Haut drücken).

Danach die Mandeln für 15 Minuten bei 160 Grad Ober- und Unterhitze im Ofen leicht anrösten und anschließend abkühlen lassen.

Zucker, Honig, Vanillemark und Wasser über einem Wasserbad (am besten eine passende Metallschüssel über einem Kochtopf bei geringer Wärmezufuhr benutzen) rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dauert etwa 20 Minuten.

In der Zwischenzeit zwei Eiweiße mit einer Prise Salz sehr steif schlagen.

Geben Sie einen Esslöffel voll Eischnee in die Masse und rühren diese mit einem Schneebesen solange unter, bis sich der Eischnee aufgelöst hat. Diesen Vorgang wiederholen, bis nur noch die Hälfte vom Eischnee übrig ist. Die Masse wird nach und nach heller und cremiger.

Jetzt den Topf vom Herd nehmen und die Masse etwa 30 Minuten abkühlen lassen. Danach wieder erwärmen und im selben Verfahren den restlichen Eischnee unterarbeiten. Dann den Zimt einrühren und die Mandeln dazu geben.

Die Masse muss jetzt regelmäßig durchgerührt werden für weitere 30 bis 40Minuten, bis die Konsistenz zäh ist. Danach für etwa 30Minuten auskühlen lassen und auf 2 Oblaten verteilen und mit Oblaten abdecken.

Legen Sie ein Holzbrett darauf und beschweren Sie dieses mit einem Topf. Die Mandeltorrone muss jetzt für 12 Stunden an einem kühlen Ort lagern, bevor sie in kleine Rechtecke geschnitten werden kann!

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Zutaten für Rosens Mandeltorrone

150 g Nüsse, gemischt
150 g Zucker
1 Vanilleschote, ausgekratzt
100 g Honig
50 g Cranberries
2 Eiweiße
1 Orange, unbehandelt, abgerieben
4 Esslöffel Mandellikör ( zum Beispiel Amaretto)
Jeweils eine Prise Zimt, Koriander, Sternanis, Muskatnuss, Nelken und Kardamom
4 Oblaten 20 x 12 Zentimeter

Die Zubereitung bleibt fast gleich, nur das Wasser wird durch Mandellikör ersetzt und die abgeriebene Orangenschale wird zusammen mit den Gewürzen und den Cranberries nach dem letzten Eiweiß zugefügt.

Tipps

  • Sollten Sie Haselnüsse mit Haut verwenden, können Sie diese nach dem Rösten einfach entfernen, indem Sie eine handvoll Nüsse zwischen den Händen reiben, als ob Ihnen kalt wäre!
  • Verwenden Sie bereits blanchierte Nüsse, die möglichst unbehandelt sind, das erspart viel Arbeit.
  • Nehmen Sie kleine runde Oblaten, dann können Sie auf die klebrige Schneiderei verzichten, denn die Oblaten haben nur den Zweck verklebte Finger zu verhindern!
  • Wer nicht so viel Arbeit mit den Gewürzen haben möchte verwendet Lebkuchengewürz, etwa ½ Teelöffel.
  • Ganz geübte Küchenfeen und Zauberer können die Mandeltorrone auch in einem Topf zubereiten, aber dafür sollte man seinen Herd wirklich gut kennen, sonst kann die Masse schnell bitter werden.
  • Stellen Sie eigenen Vanillezucker her indem Sie eine ausgekratzte Vanilleschote mit einem Kilogramm Zucker in eine Vorratsdose geben. Nach etwa sieben Tagen haben Sie echten Vanillezucker.

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Bleibt bitte alle lecker, Arno …

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20 Kommentare Gib deinen ab

  1. Lieber Arno, Die T…orrone sehen genau so köstlich aus, wie die Zutaten klingen! Ich denke dabei direkt an einen neues Aquafaba Versuchskaninchen, anstelle des verwendeten Eiweiß. Aber, Was mich jetzt viel mehr interessiert ist: Wie ist der Tag gelaufen, auf der Frankfurter Buchmesse?
    Ich drücke dir so die Däumchen.
    Von Herzen, Rohnifer ❤

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    1. Liebste Rohnifer ❤ , du wirst sicher eine vegane Variante hinbekommen, denn das Eiweiß dient nur der Stabilisierung der Masse und lässt sie heller werden. Den Tag auf der Buchmesse muss ich erst noch verarbeiten, werde aber Essen und den Rest der Bücher voneinander trennen. Nur so viel. Mit Romantik hat das Geschäft nichts zu tun und ich war mir darüber auch im Klaren. Tatsächlich ist es auch entscheidend eine Frage der Freunde, Fans, und Follower, welche sich in Zahlen belegen lassen müssen, also etwas, das ich noch nie praktiziert habe. Mir Anhänger zu suchen. Die Welt des Kochbusiness ist ein kalter Ort ohne Follower, ob die dann etwas kaufen würden, steht auf einem ganz anderen Blatt 😉 Ich wünsche dir einen wundervollen kuschilgen Sonntag 🙂

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  2. Antje sagt:

    Waaaaaaaahhhhhhh!!!
    Wie lecker ist das denn!!!

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  3. Flowermaid sagt:

    … das Paarungsverhalten von Oblaten habe ich jetzt wirklich verinnerlicht Arno… mit diesen Rezepten und Fotos kann Niemand umlecker bleiben!!!

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    1. Sorry, musste wirklich lachen …, Paarungsverhalten…, klasse Einfall liebster Blütenpo 🙂

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      1. Flowermaid sagt:

        … wer solche sexy Fotos von Essensbeziehungen macht… dem verzeit ein eine Blütenformation führ ihren Nickname

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  4. Erika sagt:

    Alle, die ein Stück davon abbekommen, schmelzen dahin….und ich beisse ins Foto🤓

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    1. Ein paar sind noch übrig liebe Erika 😉

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  5. rosabluete sagt:

    oh wie köstlich !!! ❤

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    1. Oh ja und die Kalorien werden bei der Herstellung schon abtrainiert 😉

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  6. Arabella sagt:

    Ohhhhhh. Wo bekomme ich die Oblaten her lieber Arno und ich will gerne an meiner Geduld üben.:-) 🙂 🙂

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    1. Liebste Arabella, die Oblaten gibts in vielen Größen für wenige Cent im Supermarkt, vor allem jetzt und Geduld benötigst du weniger als gute Unterarme 😉

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      1. Arabella sagt:

        Ich schaue. Schlaf gut.

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  7. Das sieht köstlich aus! Das werde ich auf jeden Fall auch mal versuchen 🙂

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    1. Und es ist gleichzeitig gutes Unterarmtraining 😉

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  8. Ma che bellissima idea! Was für eine tolle Idee mit dem Torrone selbst zu machen!!! 😉 Das landet definitiv auf meiner Liste, die ich gerade neu erstelle von Rezepten zum Nachahmen!! 😉
    Übrigens finde ich diese Idee toll von Dir, diese Leckerei den Redakteuren bei der Buchmesse zu kredenzen!! 😉
    Die Tipps am Ende des Rezepts finde ich auch super! Die Idee mit den runden Oblaten finde ich richtig gut!! 😉
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
    Un carissimo saluto, Emmi

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    1. Vielen Dank liebe Emmi, ist ja auch ein italienisches Rezept, das muss einfach lecker sein 🙂

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