Sauerteig Weißbrot

Kopie von P1310607Macht man ja eigentlich nicht und sooo war das nie von mir gewollt! Ich habe einfach die falsche Mehldose erwischt und bevor ich noch richtig wach wurde (ich backe immer morgens, damit es am Abend schon frisches Brot gibt), hatte ich den Bock schon geschossen und Weizenmehl verarbeitet anstatt Roggen oder Dinkel. Zuerst hatte ich überlegt den Teig zu entsorgen, aber irgendwie wehrt sich da mein Inneres und ich kann Lebensmittelverschwendung nicht leiden. So habe ich einfach weiter gemacht, bis ein riesiges Brot meinem Ofen das Fürchten gelehrt hat. Die Überraschung war ein ganz leicht säuerlich schmeckendes Weißbrot, fast wie ein guter alter englischer Toast. Zuerst wollte ich etwas einfrieren, aber dann fanden sich immer mehr Beläge die super zu diesem Brot passten, vom morgendlichen Frühstück über Salatbeilage bis hin zum leckeren Käsetoast mit süßem Senf. Viel näher war ich einem Misserfolg beim Kochen noch nicht und die wenigen lausigen Bilder rühren daher, dass ich es nicht geschafft habe erst zu fotografieren und danach zu essen, sorry 😉 Habt viel Spaß 🙂

Zutaten

1,2 kg Weizenmehl
700 ml Wasser, lauwarm
3 Teelöffel Salz
1 Päckchen Sauerteigstarter (z.B. Alnatura)
1 Päckchen Brotgewürz (z.B. Alnatura)
1 Päckchen Frischhefe
3 Esslöffel Olivenöl

Zubereitung

Lösen Sie die frische Hefe im lauwarmen Wasser auf.

Mischen Sie die anderen Zutaten, und geben Sie die Flüssigkeit langsam hinzu. Mit Knethaken alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

Den Teig in einer abgedeckten Schüssel an einen warmen Ort stellen (Backofen, nicht über 50 Grad), und dort 60 Minuten gehen lassen.

Anschließend den Teig auf einer bemehlten Fläche etwa 5-10 Minuten mit den Händen kneten und zu einer Kugel formen. Etwas Mehl darüber geben, und für weitere 40-50 Minuten auf einem Backblech im Ofen gehen lassen.

ACHTUNG! Der Teig ist fertig bearbeitet, wenn er die Form auf dem Backblech hält ohne auseinander zu laufen. Ist der Teig noch zu weich mit etwas Mehl nochmals durchkneten.

Backen

Ofen mit dem Brot auf 230° Grad aufheizen, für etwa 10 Minuten, danach bei 200° Grad für weitere 40 Minuten fertig backen mit Ober- und Unterhitze (empfohlen).

Wichtig!

Nach dem Backen das Brot auf einem Gitterrost auskühlen lassen, und darauf achten, dass sich keine Feuchtigkeit unter dem Brot bildet.

Tipps

  • Geben Sie nur das Salz in das Brot oder ersetzen Sie die Gewürzmischung durch andere Gewürze.
  • Sie können natürlich auch Trockenhefe verwenden.
  • Ein ideales Toastbrot mit einem leichten säuerlichen Geschmack. Prima zum Frühstück oder als Beilage für frische Sommersalate geeignet!

Kopie von P1310601

Bleibt bitte alle lecker, Arno …

 

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20 Kommentare Gib deinen ab

  1. Flowermaid sagt:

    … fluffiger Toast ohne das Pappmaché Geschmacksgefühl… könnten doch alle Misserfolge so zu Gaumen gehen… 😉

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    1. Oh ja, das wäre schön liebe Blumenfee 🙂

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  2. Jesse Gabriel sagt:

    Sieht doch klasse aus, bestimmt super für Bruschetta.
    Vile grüße,
    Jesse Gabriel

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    1. STIMMT! Warum hast du bloß nicht eher kommentiert 😀 Beim nächsten Brot mache ich Bruschetta damit 😉

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  3. Annemarie sagt:

    Finde deinen „Misserfolg“ außerordentlich gelungen 👍❗Und es schmeckt sicherlich besser als jedes gekaufte Toastbrot oder Baguette….davon bin ich überzeugt!
    Liebe Frühlingsgrüße
    Annemarie

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  4. Hey! Das Brot sieht doch toll aus und hat mit Sicherheit ganz toll geschmeckt! 😉 Finde ich toll, dass Du es dennoch weiter verarbeitet hast. Hätte ich auch gemacht, denn so entstehen manchmal auch neue Rezepturen 😉 Und wie man sieht, hat es sich auf jeden Fall gelohnt, Mal ehrlich, es geht wirklich nichts über selbstgemachtes Brot 😉
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, lieber Arno 😉
    Lieben Gruß, Emmi

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    1. Liebe Emmi, du hast sooooo recht 🙂 Ich backe unser Brot und die Brötchen immer selbst, außer im Hochsommer, da bleibt die Küche komplett kalt 😉

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      1. Oh ja, im Sommer ist das ja auch was anderes. Wobei es hier im hohen Norden nicht wirklich von Hochsommer gesprochen werden kann..;-) Es reicht mir dann aber auch, wenn Freitags die Pizza am Start ist 😉

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      2. Pizza geht übrigens auch im Kugelgrill 😉

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  5. Antje sagt:

    Nach dem Motto “ Macht kein Mensch, dann mach´s halt ich!“, denkt der liebe Arno!
    Dank der Hefe, wird natülrich auch so was.

    Wunderbar fluffig Dein Brot.

    Hast Du schon mal Backmalz in hellen Weizenbackwaren versucht. Nehme ich immer und alles gelingt noch besser, wird fluffiger und hält auch länger frisch … bilde ich mir zumindest ein.

    Gefällt 2 Personen

    1. Moin Antje, ne hatte ich noch nicht, werde es mal probieren. Es war auch nur ein Rettungsversuch bei dem ich unverschämtes Glück hatte 😉 Dir einen leckeren Tag 🙂

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      1. Antje sagt:

        Ich kaufe es bei meiner Tee- und Gewürzfrau auf dem Markt. Kann man wohl auch online bestellen.

        Der wird lecker – ich bereite grade etwas urschwäbisches und ein Rhabarberdessert – und wie ich hörte auch der morgige … das Kind plant irgenwas GEHEIMES von wegen „Mothers Day“. I frei mi!

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      2. Rhabarber mag ich sehr und urschwäbisch klingt total lecker, schließlich sind die so etwas wie Weltmeister im versteckten Leckerkochen in Fastenzeiten 😀 Ich bin sehr sicher, dass du morgen etwas Köstliches bekommst und es dir ganz sicher mehr als verdient hast 🙂

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  6. Großartig, lieber Arno, ich stelle mit gerade Deine Euphorie bei der Belagfindung vor! 😃 Die leckere Sachertorte ist damals auch nur per Zufall entstanden. Frische Brötchen hätte ich da! 😁 ….einen schönen Samstag und liebe Grüße 🙂

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    1. Dir ebenfalls ein fabelhaftes Wochenende liebe Gaby 🙂

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  7. Ira Moritz sagt:

    Ja, der Zufall schreibt oft seine eigenen Rezepte, ich würde ein Scheibchen jetzt gerne haben, hab noch nicht gefrühstückt.

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  8. Arabella sagt:

    Mmmmmmmmhhhh, frisches Brot🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹🌹

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    1. Guten Morgen liebe Arabella, jetzt hätte ich gerne frische Brötchen, aber Walnußbrot habe ich immherin da 😉

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      1. Arabella sagt:

        Walnußbrot klingt ganz fabelhaft, ich komme und bring die Brötchen mit:-)

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      2. Gute Idee 😉

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