Rosenschmarrn

Kopie von P1350854Natürlich höre ich den Begriff nicht zum ersten Mal, aber eher in der Zusammensetzung wie, „Rosen, erzähl nicht so’n Schmarrn!“ Ich meine natürlich die Abwandlung vom weltberühmten Kaiserschmarrn und weil ich keinem Österreicher bei seinem Nationalrezept auf die Füße treten werde, kann meine Variante eben nicht den Originaltitel tragen, logisch oder? 😉 Die vielleicht wahre Legende verlautbart zudem, dass der kaiserliche Koch Leopold seiner Majestät Elisabeth (Sisi) eine bsonders leichte Nachspeise servieren wollte, die diese jedoch nicht so gut fand und der Kaiser Franz-Joseph die zweite Portion der Kaiserin mit den Worten in empfang nahm, „Na geb‘ er mir halt den Schmarren her, den unser Leopold da wieder z’sammenkocht hat“ oder es war eine Rezeptidee zur Hochzeit (1854) die zunächst Kaiserinenschmarrn hieß, dann aber umbenannt wurde, weil es ihm besser schmeckte. Wie auch immer, diese Köstlichkeit ist nicht mit einem profanen Pfannkuchenteig zu verwechseln und sollte zumindest einmal im Leben gegessen werden oder eben noch öfter 😀 Übrigens kann ich deshalb so viel schreiben, weil die Zubereitung wirklich nur 10 Minuten dauert, also viel Spaß die Madeln und die Buben 🙂

Zutaten

3 Esslöffel Mehl, gehäuft
3 Eier, Größe M
250 ml Vollmilch
2 Esslöffel Vanille-Zucker
1 handvoll Rosinen
1 Schnapsglas Rum (20 ml)
1 Esslöffel Butterschmalz
1 Prise Salz
50 g Puderzucker
1 Pfanne mit Deckel

Zubereitung

Zuerst Mehl, Milch, 1 EL Zucker und 1 Prise Salz glatt rühren. Danach vorsichtig die ganzen Eier mit dem Rum unterheben, aber nicht mehr aufschlagen.

Eine Pfanne auf mittlere Hitze bringen, Butterschmalz hinein geben und dann den Teig dazu gießen. Jetzt Rosinen hinzufügen und den Deckel aufsetzen.

Nach etwa 5 Minuten den Deckel abheben und mit einem Holzspatel prüfen, ob der Teig unten schon braun geworden ist. Dann wenden, in grobe Stücke zerteilen, noch einen EL Zucker darüber streuen und nochmals 3-4 Minuten fertig garen lassen.

Vor dem Servieren wird Puderzucker darüber gestreut und die Pfanne wird auf dem Tisch angerichtet. Fertig ist der originale österreichische Kaiserschmarrn.

Tipps

  • Wer keinen eigenen Vanillezucker hat, nimmt zwei Päckchen Vanillezucker und mischt diese mit normalem Kristallzucker.
  • Ich habe die Rosinen durch einen Apfel ersetzt, den ich klein geschnitten habe und in etwas Butter mit einer Prise Zimt angeschwitzt habe.
  • Wer Kindern eine Freude machen möchte, ersetzt den Rum durch Rumaroma und scho passts!
  • Abwandlungen vom Originalrezept gibt es viele. So kann das Eiweiß separat steif geschlagen und untergehoben werden, damit mehr Fluffigkeit in den Schmarrn kommt, oder Sie lassen die Rosinen weg und verwenden Cranberries oder im Sommer auch frisches Obst, mischen etwas Magerquark unter d en Teig und nehmen dafür weniger Milch, aber lassen Sie das keinen Österreicher sehen!

Kopie von P1350868

Bitte bleibt alle lecker, Arno …

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19 Kommentare Gib deinen ab

  1. Annemarie sagt:

    Die Idee, ein Schnapsglas voll Rum zum Teig zu geben finde ich 👍!
    Der Kaiser hätte sicher nicht NEIN gesagt…
    LG

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    1. So soll es jedenfalls Original sein, aber ich war natürlich nicht dabei, kann aber bestätigen, dass es sehr gut geschmeckt hat 😉

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  2. mad4cook sagt:

    An feinen Schmarrn hams da mal wieder fabriziert Herr Rosen. 😉
    Kaiserschmarrn hatten wir schon ewig nicht mehr, muss ich bald nachholen

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    1. Küss die Hond gnä Frau 😉

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  3. Gar kein Schmarrn! – sondern einfach nur lecker lieber Arno. Der Rosenschmarrn sieht wirklich zum reinbeißen aus. Das ist die perfekte Vorlage für weitere Aquafaba Experimente.
    Den österreichischen Dialekt mag ich sehr. Ich finde, da schwingt immer so etwas klassisches und elegantes mit. Nach Paul Cleave höre ich mich gerade durch die Krimis von Andreas Gruber, da landen die Protagonisten häufiger mal an einem Tatort in Wien und der Hauptermittler ist ein Holländer – Einfach herrlich gelesen…
    Also, Küss die Hand gnädiger Herr.
    (Ab und an muss das nämlich schon erlaubt sein 😉)
    Lecker schaut’s aus. Ein florales Veilcheneis könnte ich mir dazu ebenfalls gut vorstellen. Was es nicht alles gibt, toll. 😊
    Rohnifer 💮

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    1. Jo, Servus die Madeln ❤

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  4. Erika sagt:

    Oh!! Da lacht mein Herz und der Magen weint, weil so gar kein Ei mehr im Kühlschrank ist. Muss los zu Nachbars Hühnern…..

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    1. Die gackern bestimmt vor Freude, wenn du ihnen erzählst, was du mit ihren Eiern anstellst liebe Erika 😀

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  5. sieht sehr lecker so aus und es sieht aus, als würde ich das demnächst mal ausprobieren. 🙂

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    1. Kann ich nur empfehlen und ist wirklich kinderleicht. Hab einen wunderbaren Tag beim Wolken beobachten 🙂

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      1. ich werds ausprobieren, am liebsten ziemlich bald schon. 🙂 wolken hab ich heute keine beobachtet, ich war mit dem fahrrad unterwegs. es war zuviel los auf den straßen. heute abend werde ich mir den himmel noch was anschauen. dir auch einen schönen abend, lieber arno.

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  6. Guten Morgen, mein lieber Arno! ☀️ Als ich gerade eben den Titel deines Beitrags las, hoffte ich sofort auf Kaiserschmarrn! Großartig, Kindheitserinnerung sind mir sofort präsent! Als Österreicherin versteht sich meine Liebe zu Mehlspeisen! 🤗 Wünsche dir, lieber Arno, einen kaiserlich schönen Tag! ☀️🎈……mmmhhhh, ich glaub, diese Woche muss ein Kaiserschmarrn her! 😁

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    1. Guten Tag liebe Gaby, zum Glück hatte ich meinen ersten Kaiserschmarrn in Kärnten und der Koch war richtig gut. So war es ein absolutes Lieblingsessen der ganzen Familie bis heute 🙂 Ich wünsche dir Kaiserwetter und leckeres Essen 🙂

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  7. Mona sagt:

    Lieber Arno!
    Ich liebe Kaiserschmarrn – den muss ich unbedingt auch mal wieder machen. Ich mag ja gerne Rosinen, aber die Idee mit den Äpfeln gefällt mir 🙂 .
    Liebe Grüße
    Mona

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    1. Dankeschön liebe Mona und den kann man/ frau immer essen 😉 Hab einen sonnigen Tag 🙂

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  8. Arabella sagt:

    Sehr verlockend lieber Arno, wie wär’s mit dem Lieblingseis der Kaiserin dazu – Veilcheneis.
    Herzliche Grüße

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    1. Ach, wußte ich nicht, klingt aber lecker 😉 Ich wünsche dir einen besonders leckeren Tag 🙂

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