Grünkohl mit Pinkel

CIMG2746Guten Abend liebe Leckschmecker. Seit dem letzten Rezept ist einiges passiert, dass über meine Kräfte ging, deshalb habe ich nicht mehr kommentiert und nur noch bereits fertig gestellte „Normalartikel“ veröffentlicht. Kochen und Backen sind zwar beruhigende Leidenschaften von mir, aber weder die Niederschrift noch das Online stellen sind Sachen die mir echte Freude bereiten. Deshalb gibt es zwar viele neue Kreationen, aber diese müssen noch in Form gebracht werden. Am Zutatenbild wollte ich euch zeigen, wie ich vor üer 5 Jahren angefangen habe Lebensmittel zu fotografieren und wie viel Luft es da noch nach oben gab, aber es fällt kein Meister einfach vom Himmel und diejenigen unter euch, die so kreativ in der Küche sind, wissen, dass doch einiges an Arbeit und Leidenschaft in einem solchen Blog steckt. Das Rezept habe ich etwas neuer interpretiert und der Teller stammt aus Familienbesitz, ist handbemalt, echtes Delfter Porzelan und weit über 100 Jahre alt. Habt einfach Freude am Essen 🙂

Zutaten

1 kg Grünkohl (Tiefkühlware)
800 g Kartoffeln
125 g Frühstücksspeck, gewürfelt
4 Rindswürstchen, geräuchert
4 Scheiben Kasseler, geräuchert
3 Zwiebeln, groß
50 g Griebenschmalz
250 ml Wasser
Salz, Pfeffer, Zucker, Muskatnuss

Zubereitung

Braten Sie den gewürfelten Speck ohne Fett in einem großen Topf, bis er kross ist. Geben Sie dann das Schmalz und die grob gehackten Zwiebeln dazu und dünsten Sie alles bis die Zwiebeln glasig sind.

Geben Sie jetzt den gefrorenen Grünkohl dazu und lassen ihn 3 Minuten mit köcheln. Geben Sie dann das Wasser und einen Teelöffel Salz über den Grünkohl. Stellen Sie den Herd auf kleine Flamme für etwa 1 Stunde. Hin und wieder umrühren.

Schälen Sie die Kartoffeln und schneiden Sie diese in grobe Würfel. Geben Sie die Kartoffeln nach etwa 1 Stunde zum Grünkohl mit etwas Salz und lassen es weitere 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Bei Bedarf Flüssigkeit nachfüllen.

Kopie von P1370200Geben Sie anschließend die Wurst und das Kasseler hinein und lassen Sie den Topf auf dem abgeschalteten Herd stehen, bis das Fleisch gar gezogen ist. Das dauert etwa weitere 15 Minuten

Schmecken Sie den Grünkohl zum Schluss noch mal mit Salz, Pfeffer, 1 Teelöffel Zucker und Muskatnuss ab und servieren Sie den Teller zusammen mit einem mittelscharfen Senf.

Info: Fertig ist ein typisches deutsches Essen, dass es schon seit dem 17. Jahrhundert gibt und ursprünglich aus der Region um Bremen stammt. Als Pinkel bezeichnet man eine Grützwurst, die aus Hafergrütze, Speck, Schmalz, Rindertalg, Zwiebeln und Gewürzen besteht und die eher von armen Leuten gegessen wurde, die sich kein Fleisch leisten konnten.

Tipps

  • Sie können natürlich auch Mettenden, Fleischwurst oder andere geräucherte Wurstsorten verwenden.
  • Kochen Sie die Kartoffeln separat als Salzkartoffeln, oder reichen Sie dazu ein kräftiges Roggenbrot. Probieren Sie auch Gemüseschmalz z.B. Apfel-Zwetschge aus. Ich habe da eine Sorte aus Österreich probiert, die wirklich lecker ist.
  • Bei frischem Grünkohl verlängert sich die Kochzeit um 1-2 Stunden, je nach Menge.
  • Zur Abwechslung habe ich Kartoffelstampf zubereitet, mit Butter, Muskatnuss und etwas Meerrettich verfeinert und Nocken daraus geformt. So wird ein norddeutsches Oktoberfest daraus.
  • Ein echtes Herbstessen und natürlich ebenfalls ohne Fleisch lecker!

Kopie von P1370215

Bitte bleibt alle lecker, Arno …

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32 Kommentare Gib deinen ab

  1. mad4cook sagt:

    Grünkohl mit Pinkel habe ich ehrlich gesagt noch nie gegessen, gibt es hier im Süden eher nicht. Ich glaube auch nicht dass mein Metzger diese Wurst im Verkauf hat. Schade eigentlich, würde ich gerne mal probieren 😉 Grünkohl an sich mag ich sehr gerne, ist ja auch ein richtiges Superfood und das nicht erst seit es „In“ ist Superfood zu essen 😉
    Eintöpfe helfen außerdem das ungemütliche Wetter zu überstehen.
    Dir schenke ich eine Portion Kraft, vermischt mit ein paar positiven Gedanken und garniert mit etwas Motivation 🙂

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    1. Ich kann dich beruhigen, diese Art Grützwurst gibt es nicht mehr. Verwende Mettenden oder einfach Rindswurst und schon ist dein Mann glücklich 🙂

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      1. mad4cook sagt:

        Mein Mann wird wahrscheinlich nur die Wurst essen 😉 nicht dass er noch eine Vitaminvergiftung bekommt .. oder so 😀
        Ich werde mal beim Metzger meines Vertrauens schauen

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  2. Lieber Arno, einen schönen Klassiker hast du aufgetischt! Mein Mann liebt diesen und ohne Grünkohl setze auch ich mich gerne mit an den Tisch! 🤗 Ganz wichtig, lieber Arno, egal wie traurig es ums Herz auch ist, nach Regen scheint auch wieder die Sonne! Das ist gewiss und deshalb, tu jetzt nur das, was dir gut tut und zwing dich zu nichts, dann kommt die Kraft & Lust zur Kreativtät von ganz alleine zurück! Ein Spaziergang durch die Natur kann so befreiend sein…. 🍁🍃☀️
    Allerliebste Umarmung und Grüße 🙂 Gaby

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    1. Danke liebe Gaby, tatsächlich bin ich jetzt viel draußen, sogar ohne Kamera. Frische Luft rückt trübe Gedanken wieder zurecht. Komisch, meine Frau mag ebenfalls keinen Grünkohl 😀 Ist wohl der falsche Botenstoff drin, aber ich mache dir gerne frischen Spinat dazu, der dauert nur 5 Minuten 😉

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      1. 😅 prima 👌 Das ist sehr nett von dir! 😋

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  3. Annemarie sagt:

    Herrliche Hausmannskost, ich mag so deftige Gerichte bei entsprechendem Wetter sehr, sehr gerne. Und wir sind heuer vom heißesten Sommer knallhart in ein schon seit 15 Tagen anhaltendes Adriatief katapultiert worden mit nonstopp Dauerregen u Temperaturen unter 10 Grad. Land unter überall!
    Da wärmt so ein feines Gericht von innen.
    LG und ein Kompliment für die Blogarbeit, allein der Zeitaufwand muss enorm sein.

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    1. Danke für dein Lob und hoffentlich bekommt ihr noch feinstes Herbstwetter mit allem drum und dran 🙂

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  4. Lieber Arno, ich schicke Dir einfach eine Umarung! *umarm* Und das erste Foto finde ich übrigens sehr ansprechend, aber mit Grünkohl kann man mich nicht begeistern. Macht ja nichts. Ich wünsche Dir viel Kraft und einen schönen Tag, trotz allem. Und freue mich aufs nächste Rezept – wenn Du eines posten magst. Liebe Grüße von nebenan.

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    1. Vielen Dank für die Umarmung. Ist angekommen 🙂 Heute sitze ich den ganzen Tag an bereits gekochten Rezepten, also geht es schon in ein paar Tagen weiter und dann wird es auch wieder experimenteller 😀 Ganz liebe Grüße zu dir!

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      1. Danke! 🙂 Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst, lieber Arno. Schönen Tag für Dich. Hier scheint die Herbstsonne, ich hoffe, bei Dir auch.

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  5. Grünkohl mit Pinkel gab es in meiner Jugend regelmäßig. Seit ich in Süddeutschland lebe eher weniger, aber inzwischen erlebt er auch hier größere Beachtung und ich habe ihn wiederentdeckt, auch durch die Öko- oder Bio-Kisten 🙂
    Mir geht es ähnlich, das Posten fällt zur Zeit schwerer, weil es doch mit viel Bildverarbeitung und Texten verbunden ist. Wer das Procedere nicht kennt (Bilder machen, auswählen und zusammenstellen, JPG-Größe reduzieren, Fototafel erstellen, Text überlegen, Fakten recherchieren …) kennt diese stundenlangen Phasen vor dem eigentlichen Posten nicht.
    Meine Lösung heißt, nur das zu Posten, was Dir Spaß macht – und wenn es nur 1 Foto vom fertigen Gericht ist 🙂
    Und alternativ: Bisher nicht oft auf WP gelesenes posten, bei mir sind das Beiträge aus dem letzten Jahr und schauen, ob es auch anderen gefällt und nützt. Ich poste auch unentgeldlich, um andere zu inspirieren, genauso, wie ich durch euch inspiriert werde. Und Pausen müssen auch mal sein (in denen man eben seltener oder anderes postet als bisher).
    Alles liebe Arno und bleib lecker,
    Jutta 🙂

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    1. Dankeschön liebe Jutta, ich wäre sehr gespannt auf deine Variante dieses Rezeptes oder ob es da auch eigenwillige Abweichungen gibt. Ich hatte so das Gefühl, dass gerade einige meiner Bloggerfreunde in einem Energieloch stecken und wünsche uns allen einen sonnigen Herbst mit bunten Farben, welche uns aus dem kleinen Loch holen und uns wieder mehr sprühen lassen 😉 Ich bleibe lecker und wünsche dir eine fröhliche Woche 🙂

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      1. Danke für Deine Anregung Arno. Habe eben Grünkohl für die nächste ÖkoBox bestellt 🙂
        Mir ist aufgefallen, dass einige Blogger zu älteren Beiträgen verlinken und das ist sicher besser, als gar nichts zu posten.
        Die Vorstellung des bunten Herbstes finde ich schön und wünsche Dir auch eine bunte und fröhliche Woche. Bis bald wieder 🙂

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      2. Dann gibt es ja bald ein Grünkohlrezept von dir, wie schön 🙂 Ich verlinke aktuelle Rezepte mit Älteren, wenn die Inhalte zueinander passen oder wichtige Hinweise enthalten, denn das mag Google, im Gegensatz zu wiederholten Texten, denn das mag Google gar nicht 😀 Bis denne Jutta 🙂

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  6. Lieber Arno, Drei Kochmützen für soviel Ehrlichkeit… und ein Kraft spendendes 🙂 oben drauf.
    Bedeutet „Er war ein feiner Pinkel“ also in Wahrheit „Er war eine arme Grützwurst“? Mein Papa pflegte früher oft zu sagen: „Der Schiri war ne Wurst.“ Ob das irgendwie zusammenhängt? Im Ruhrpott ist man ja bekannt dafür die Dinge möglichst knapp und präzise auf den Punkt zu bringen…
    Hab’s fein lieber Arno und pass auf dich auf. 🙂

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    1. Liebe Rhnifer, die Verbindungen zwischen Ruhrpott und Norddeutschland sind ja historisch belegt und deshalb sieht es in manchen Regionen des tiefen Westens so aus wie an der Nordsee. Da wäre eine Verbindung durch solche Begriffe wie „feiner Pinkel“ durchaus denkbar 🙂 Ich danke sehr für die drei Kochmützen und wünsche dir eine fröhliche Herbstwoche ❤

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  7. Antje sagt:

    So langsam passt sich das Wetter Deinem herzhaften Gericht an. Das wär jetzt was! 😊

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    1. Da sagst du was Antje, mir ist schon fast nach Glühwein 😉

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      1. Antje sagt:

        Ich hätte noch ne Restflasche aus 2016. 🤣😂🤣

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  8. Flowermaid sagt:

    … scheine auch eine Menge verpasst zu haben Arno… es freut mich aber zu hören, das deine Küche dir den Raum gibt den du brauchst… und so bewundere ich das Tageslicht auf deinem Foto und hätte als Vegetarierin gerne den zauberhaften blauen Teller mit Püree und Grünkohl… die Hamburgerin in mir hat auch Birnen mitgebracht zum ausbacken… mit ganz viel Herzenswärme ;-)))

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    1. Birnen sind eine tolle Idee liebste Blumenfee, daran hätte ich denken können, denn der Herr von Ribbeck hat ja auch immer eine oder zwei Birnen im Herbst ❤

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  9. Arabella sagt:

    Lieber Freund Arno,
    niemand ist gezwungen etwas bei WP einzustellen.
    Viele Kochblogger nutzen dieses Medium, um sich selbst interessant zu machen. Dahinter betreiben sie Facebook/Instagrammm…

    Der eigentliche Sinn von WP ist für mich, Wissen kostenfrei zu teilen. Ich muss das dann auch nicht erwähnen…z.B.wie…ich habe zwei Rezepte zum Preis für eins und dann auch noch kostenlos.

    Mich hat das lange gestört, mittlerweile finde ich wieder meinen Weg. Ebendieses wünsche ich dir von Herzen.
    Ute

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    1. Guten Abend liebe Ute, ganz so ist dies bei mir nicht, da alle Texte geschützt sind, verdiene ich auch Geld damit, aber nicht durch meine Besucher direkt, deshalb habe ich das so geschrieben und natürlich bin ich nicht gezwungen etwas zu posten, deshalb hält sich das mir mir in Grenzen, aber „unter jedem Dach ein Ach“, sagte gestern Marcia Zuckermann zu mir und so ist es auch. Wir alle haben Phasen, wo es nicht so läuft und als Künstler geht mir dann der Antrieb verloren. Wird schon wieder werden.

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      1. Arabella sagt:

        Ich bin da .
        In jeder Phase.

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  10. Erika sagt:

    Ich wünsche dir, dass du ganz bald wieder deine Kraft findest. Grünkohl hilft. Alles Liebe

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    1. Grünkohl hilft wirklich, jedenfalls während man ihn beim köcheln beobachtet liebe Erika 😉

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  11. Sandra Matteotti sagt:

    Ich kann dir gut nachfühlen, was du meinst, ging mir in letzter Zeit auch so, drum fiel auch bei mir im Blog viel weg – die Freude und Lust waren einfach nicht mehr da und auch die Kraft nicht.

    Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe
    Sandra

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